Spielberichte

Wohlverdienter 3. Platz trotz Niederlage für die Frauenmannschaft des VfB Eilenburg - 27.04.2019

Mannschaften
VfB Eilenburg : TuS Mockau
Ergebnis
24:34 ( 11:18 )
Spieler/Tore

Anika Schräpler ( Tor ), Manja Knöchel, Svenja Ritter ( 1 ), Lara Behr ( 3 ), Franzi Quandt, Celina Rühl, Tina Fechner ( 3 ), Stephanie Rühl ( 2 ), Naja Ulrich ( 3 ), Sina Plätzsch ( 6 ), Isabel Schmidt ( 6/6 ), Mandy Schneider, Sophia Liebig

Spielverlauf

Am Samstag bestritten die Damen des VfB ihr letztes Saisonspiel. Zu Gast im Belian Dom war der Tabellenzweite  TuS Mockau Leipzig.

Das Saisonziel war  mehr als bereits geschafft. Zu Beginn der aktuellen Saison setzte sich Trainer Enrico Angermann das Ziel mit seiner neuzusammengestellten Mannschaft mindestens Platz 3 zu erreichen.

Einige Abgänge und Neuzugänge stellen die Mannschaft vor eine große Herausforderung. Viele Jugendspieler wechselten im Sommer 2018 in die Frauenmannschaft. Somit war der Kader komplett durchmischt. Doch nach den ersten Trainingseinheiten merkten alle sehr schnell, dass die bevorstehende Saison von Leidenschaft am Handball und viel Harmonie geprägt sein wird.

Mit diesem Teamgeist und der Freude am Handball startete die Damenmannschaft in ihr letztes Heimspiel.

Vor Beginn des Spiels nahm sich Trainer Enrico in der Kabine noch  Zeit um mit seinen Damen die Saison kurz revuepassieren zu lassen. Somit fand die Mannschaft die richtige Einstellung zum Spiel. Auch wenn das gesetzte Ziel bereits erreicht war, wollten sich die Muldentalstädterinnern mit der Vizemeisterschaft belohnen.

Nach Anpfiff stand die Aufregung allen Spielerinnen im Gesicht. Die anfänglichen Schwierigkeiten nutzen die Leipzigerinnen aus, um sich bis zur 4. Spielminute mit 1:4 abzusetzen. Doch nun kam auch die Frauenmannschaft des VfB  ins Spiel und konnte den Vorsprung durch gekonnte Spielzüge und sehr gute Teamarbeit für sich gewinnen. In der 11. Minute gelang es den Gastgeberinnen mit 5:4 in  Führung zu gehen.

Diese Führung konnte bis zur 14. Minute gehalten werden. Danach nutzen die Damen des TuS Mockau Abspielfehler und Unstimmigkeiten in der Eilenburger Abwehr gnadenlos aus und  erkämpften sich die Führung zurück.

Dieses Tief nutze der heimische Trainer für ein Team-Timeout. Er lenkte den Fokus seiner Mannschaft auf das Spielgeschehen. Mit sehr motivierenden Worten ging es weiter Richtung Halbzeit.

Bis zur Halbzeit gelang es den Frauen des VfB Eilenburg nicht das Spiel zu drehen. Die Gegnerinnen konnten ihren Vorsprung bis zur 30. Minute auf 7 Tore ausbauen.

Diese Pause nutze Trainer Enrico um seinen Damen nochmals Mut zu zusprechen. 7 Tore sind im Handball nichts. Mit Teamgeist kann das Spiel nochmals gedreht werden. Seine Frauen sollten sich für diese erfolgreiche und tolle Saison noch mit diesem Sieg und dem damit verbundenen 2. Tabellenplatz belohnen.

Nach dieser Ansprache und dem Rückhalt des Publikums starteten die Eilenburgerinnen motivierten denn je in die zweite Spielhälfte.

Durch diese riesige Unterstützung gelang es innerhalb von 2 Minuten  3 Torerfolge zu feiern.

Dennoch ließen die Gegnerinnen nicht zu, dass die heimische Mannschaft das Spiel nochmals drehen kann.

Trotz einer guten Teamleistung der heimischen Mannschaft trennten sich beide Mannschaft 24:34.

Für den Tabellenplatz 2 hat es leider nicht gereicht. Dennoch ist die Frauenmannschaft sehr stolz einen Titel nach Eilenburg geholt zu haben.

Unsere Spielerinnen Isabel Schmidt hat sich den Titel der SIEBENMETERKÖNIGIN geholt. Mit 50 verwandelten 7-Metern hat sie mit Abstand die beste Quote in der gesamten Bezirksklasse!

Herzlichen Glückwunsch hierzu!!!!!

BKL Männer - 27.04.2019

Mannschaften
VfB Eilenburg : TuS Leipzig- Moskau
Ergebnis
(18:15)38:30
Spieler/Tore

T. Hentzschel (TOR), C. Hänig (Tor) – C. Rodler (2), W. Hilse, R. Drese (1), E. Gebhardt (5), M. Morning (7), D. Stäter (5), A. Birnbaum (8/4), J. Gredig (1), F. Funke (3), T. Hildbrand (3), R. Schmittinger (3)

Spielverlauf

Ein furiouser Saisonendspurt mit 7 Siegen aus 8 Spielen gipfelte am vergangenen Samstag mit dem 38:30-Heimerfolg gegen TuS Leipzig-Mockau. Am Ende der Saison rollten die Muldestädter das Feld von hinten auf und schoben sich vom Abstiegsplatz auf Rang 5.

Hätte, hätte Fahrradkette – die Niederlagen gegen die TSG Taucha und den SC DHfK III schmerzten sehr. Aber NEIN, diese Niederlagen waren wichtig für die Mannschaftsentwicklung.

Gegen TuS Mockau wollten sich die Eilenburger VfB-Handballer aus der Spielserie gebührend verabschieden und vor heimischer Kulisse glänzen. Das Publikum, angeführt von den B-Jugendlichen des VfB Eilenburg zeigten sich in Bestform. Die „jungen Wilden“, welche ihrerseits ein sensationelles Spieljahr absolvierten und im Herzschlagfinale gegen den SC DHfK II einen herausragenden Bronzeplatz erzielten, sorgten für eine überragende Stimmung und verwandelten den Belian-Dom in einen Hexenkessel. Diese Anfeuerung von allen Zuschauern und Fans brachten die Spieler in Wallung. Sie war eine großartige Motivation und Leistungsmotor für das Team.

Mockau spielte munter mit und erwehrte sich der Angriffsoffensive des VfB. 9:9, 12:12 und nach 20 min 13:13 beide Mannschaften spielten schnell nach vorn. Als Marc Morning das 14:13 erzielte, gelang den Gastgebern ein spielentscheidenter Zwischenspurt. Tom Hildebrand und Dan Stäter legten zum 16:13 nach. Offensiv wackelte die Bude positiv, aber in der Abwehr beschäfftigte Mockaus Kreispieler die VfB-Defensive gehörig. Die Umstellung auf Dan Stäter und die Einwechslung von Florian Funke sorgten wieder für Ordnung. Florian erzielte auch die 4-Tore-Führung zum 18:14, ehe die Gäste den Halbzeitstand, das 18:15 warfen.

Nach der Pause bleiben die Muldestädter am Drücker und hielten den 4-Torevorsprung. In der 37. Spielminute der nächste Zwischenspurt des Gastgebers. 2 mal Andy Birnbaum vom Punkt, René Schmittinger vom Kreis und Marc Morning zum 26:19. Nun waren es 7 Tor vor und die Gäste zogen die grüne Karte – Auszeit!

Kurzer Erfolg für die Leipziger, das 26:20. Im Anschluss jedoch die nächste Welle des VfB Eilenburg. Tom Hildebrand, Marc Morning, Emil Gebhardt und Christian Rodler. Bäm, 30:20! Diese Phase symbolisierte das Zusammenwachsen der Mannschaft zu einer Einheit. Jung und Alt harmoinierten prächtig. Sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff. Jeder Spieler hatte seine Aufgabe und der gewünschte Blockwechsel griff. In der Vorwoche trugen die Einen die Last und in dieser Woche übernahmen andere Spieler die Verantwortung. Vor zwei Wochen gegen Böhlen waren Jannes Gredig, Lukas Lieder, Philipp Schmittinger und Tom Hildebrand die tragenden Säulen. In Leisnig spielte Mathias Lange einen überragenden Part und in dieser Woche waren Marc Morning, Andy Birnbaum, Dan Stäter, Emil Gebhardt und Florian Funke die besten Akteure. Der VfB Eilenburg hat enorm an Breite hinzugewonnen. Das beweist auch die Anzahl der Torschützen im Heimspiel gegen den TuS Leipzig-Mockau. Die Gastgeber konnten Druck von allen Positionen erzeugen. Dazu spielten die Spieler ein rigoroses Umkehrspiel und setzten auf Tempohandball.

Zufrieden, glücklich und emontional von der Stimmung der Zuschauer getragen, schaukelten die Muldestädter das Spiel nach Hause. Erneut kamen 68 Tore im geamten Spiel zustande – die Galerie hatte einiges zu sehen bekommen. Vor allem einen erfolgreicher 38:30-Heimsieg.

Fazit:

Obwohl die Gesamtstatistik die VfB-Abwehr an vorletzter Stelle zeigt, war genau dieser Mannschaftsteil entscheidend für die Aufholjagd im Saisonendspurt. Kein Team der Liga verteidigt so aktiv und risikobereit, wie die Eilenburger. Die Abwehrarbeit dokumentierte Eilenburgs Einstellung und Willensstärke im Wettkampf und pushte die Mannschaft.

Je länger die Saison dauerte, desto zielgerichteter entwickelte sich das Umkehr-und Angriffsspiel. Auch hier sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Hinter der SG LVB IV rangieren die Muldestädter mit 615 Toren als zweitbestes Angriffsteam, obwohl die Effektivität der Eilenburger Angriffe noch reichlich Luft nach oben hat.

Der Teamgeist hat sich in der Rückrunde als besonderer Erfolgsgarant erwiesen. Die Mannschaft war in der Lage Spiel-und Taktikorientiert die Wettkampfsituation zu bespielen und Einzelspieler zu stärken. Am Ende stand der Mannschaftserfolg im Vordergrund.

Zwei Leistungen sind in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnen. Ein Sonderlob geht an Wolfram Hilse. Der Oldie im Team wird im nächsten Monat 60 Jahre und war auch in dieser Saison wieder ein Vorbild an Beständigkeit und Einsatz. Wolle, ohne Handball ist undenkbar und so war es logisch, dass er in der neuen Saison die langersehnte Gründung der 2. VfB-Mannschaft entgegenfieberte. Vielen Dank für einen langjährigen Einsatz sowie Gesundheit für die nächsten Wettkämpfe.

Eine weitere überragende Einzelleistung sind die 162 Tore und damit die Torjägerkrone des Königs Andy Birnbaum. Sie ist, wie zuvor beschrieben ein Gemisch aus hervorragender Einzeleistung und Teamgeist. Allein 69 Treffer erzielte er vom 7-Meterpunkt, die von der Mannschaft herausgearbeitet wurden. Eilenburg durfte 110 Mal an den 7-Meterstrich (2.Platz SG Leipzig VIII – 95 Mal, Turbine Leipzig 93 Mal, VfB Torgau 90 Mal, HV Böhlen II 89, …) Seine Trefferquote von 82,14 % ist der absolute Spitzenwert und sein individueller Verdienst.

Die Mannschaft sagt Danke:

Vielen Dank an alle Zuschauer für eure stimmungsvolle Kulisse bei den Heimspielen. Euer Beifall hat das Team begeistert, getragen und angespornt.

Vielen Dank an die Lebenspartnerinnen, Freunde, Bekannte und die Kinder der Familen, die im Alltag manchmal hinter dem Handball anstanden.

Ein besonderes Dankeschön geht an das Damenteam – vielen Dank für den Einsatz als Kampfgericht bei den Heimspielen.

Dankeschön an den VfB-Vorstand und den Heimspielverantwortlichen: Christian Knöchel, Matthias Leune und Sascha Henze. Ohne die unermüdlichen Streiter im Hintergrund ist keiner diese geliebten Heimspieltage möglich. Vielen Dank an Janne und Christian für euren Scheidsrichtereinsatz, wenn mal wieder keiner da war.

Danke an die fleißigen Verkäuferinnen und Verkäufer des Catering. Der Kaffee vor dem Spiel und die Auffrischung der Durststrecke nach dem Wettkampf war so wichtig, fast wichtiger als das Spiel selbst.

Am Ende wünschen wir den Abiturienten eine erfolgreiche Prüfung.

Ganz persönlich Danke ich Tobias Hentzschel als Mannschaftsverantwortlicher des Männerteams. Der Sportsmann der im Tor, welcher sportlich die letzte Hoffung war. Der gute Geist der schlichtete, der klare Worte fand und die Organisation in den Händen hielt, ist mehr als Gold wert für das VfB-Team!! Vielen Dank, Tobi!!

Jens Sperling

mJB - 22.04.2019

Mannschaften
VfB Eilenburg vs. "Weltauswahl"
Ergebnis
PHC 2019
Spieler/Tore

In Prag am Start waren: Betreuer Tobias Hentzschel, Trainer Sven Griehl, Max Beyer, Jonas Windisch, Benet Bauer, Jakob Jung, Martin Remus, Yannik Sittner, Pascal Rodewald, Moritz Zöllner, Jacob Griehl, Kimi Hentzschel, Nick Werrmann

Spielverlauf

Gelungener Saisonabschluss in der „Goldenen Stadt“

Es ist schon fast zu einer Tradition geworden, dass die Eilenburger Handballtalente ihr Osterfest in der tschechischen Landeshauptstadt verbringen. Auch dieses Jahr nahmen die Muldestädter am wohl größten Hallenturnier Europas teil. 635 Mannschaften aus 29 Ländern kämpften in 44 Sporthallen in ganz Prag um den Einzug in die Finals am Ostermontag. In der für die Griehl-Schützlinge relevanten Altersklasse mJB waren 80 Mannschaften am Start. Erster Gegner am frühen Morgen des Karfreitags waren die „Wölfe“ aus Wien. In der noch sehr kalten Traglufthalle konnten die Wiener bis zum 3:3 die Partie offen gestalten. Doch dann zündete Moritz Zöllner seinen Turbo und brachte die Eilenburger durch 2 blitzsaubere Kontertore in Vorderhand. 7:5 zur Halbzeit. Vom Anschlusstreffer der Österreicher ließen sich die Nordsachsen nicht weiter beeindrucken. Denn das sollte schon der vorletzte Treffer der Jungs von der Donau in dieser Partie sein. Im Angriff beeindruckte Yannick Sittner mit seiner Durchschlagskraft und beim 14:7 war der der erste Sieg eingetütet.

Zweiter Gegner waren die Schweden von Lödde Vikings HK. Gegen die individuell starken Skandinavier konnten die Eilenburger bis zum 3:4 noch mithalten. Mit 3 Toren in Folge setzten sich die Schweden schon vor der Halbzeit in der nun brütend heißen Halle vorentscheidend ab. Da die Eilenburger auch in Halbzeit 2 keine Mittel gegen die spielstarken Nordländer fanden, ging die Partie 15:7 verloren.

Tag 2.Riesengroße Messehalle, Gegner Ajax Kopenhagen II. Kaum zu glauben bei der Anzahl der Mannschaften, aber kein unbekannter Gegner für die Eilenburger, hatte man doch vor Jahresfrist ebenfalls die Klingen gekreuzt. Die Dänen legten los wie die Feuerwehr und lagen durch einen Dreierpack Ihres Haupttorschützen sofort in Front. Beim 5:1 befürchteten die zahlreich mitgereisten Fans schon Schlimmeres. Doch die Eilenburger rappelten sich auf und konnten die dänischen Abwehrschwächen nutzen und bis zur Pause selbst mit 7:5 in Führung gehen. In Halbzeit zwei gaben die Muldestädter die Führung nicht mehr aus der Hand, obwohl der dänische Goalgetter weiterhin traf. Insbesondere Max Beyer zeigte, dass er weiß wo die Hütte steht. Somit kam der Sieg nicht mehr in Gefahr.

Gegen die athletischen Tschechen von Sokol Stahlavy rechneten sich die VfB-ler eigentlich kaum Chancen aus. Doch bis zur Halbzeit konnten die Eilenburger das Treffen offen gestalten. Spielstand 6:6. Dann machten die Hausherren ernst und gingen vorentscheidend mit 11:7 in Führung. Jakob Jung konnte zwar noch verkürzen, doch 2×2 Minuten Strafen gegen ihn und Martin Remus beendeten die letzten Hoffnungen der Muldestädter. Trotzdem hatten die Griehl-Schützlinge mit dem nun feststehenden 3. Platz in der Vorrundengruppe den Einzug in die A-Finals geschafft. Eine respektable Leistung bei der Qualität der Mannschaften.

Im letzten Gruppenspiel ging es um die berühmte „Goldene Ananas“. Die Jungs von der Mulde nahmen das Spiel trotzdem ernst und hatten gegen die Jungs aus Petershagen keine Mühe das Spiel zu gewinnen. Im Gegensatz zu den Dänen respektierten sie jedoch Ihren Gegner. Besonders Kimi Hentzschel, konnte hier zeigen was er drauf hat und machte sehenswerte Tore. Auch Pascal Rodewald, ansonsten nicht mit viel Einsatzzeit gesegnet, trug sich in die Torschützenliste ein.

An das erste Spiel am Ostersonntag wird sich keiner gerne erinnern. Gegen die bärenstarken Schweden von Lödde Vikings II fanden die Eilenburger überhaupt keinen Zugriff. 8:0 nach 10 Minuten für die Skandinavier. Allein Martin Remus konnte gegenhalten und mit seinen Toren das Ergebnis etwas erträglicher gestalten. Mit 21:6 musste man sich letztendlich geschlagen geben.

Die A-Gruppe doch eine Nummer zu groß für die Jungs vom VfB ? Das nächste und letzte Spiel sollte die Antwort bringen. Und was für Eine ! Gegen die Ostfranzosen aus Besancon lieferten die Griehl Schützlinge ihre beste Leistung des Turnieres ab. Den athletischeren und individuell besser aufgestellten Franzosen stellten die Nordsachsen Kampf- und Teamgeist entgegen. In der Abwehr wurde gekämpft und zusammengerückt. Benet Bauer, über das gesamte Turnier sicherer Rückhalt der Eilenburger, lief zur Hochform auf und kaufte den Jungs von der Doubs mehrfach den Schneid ab. Beim 5:8 zur Halbzeit waren die Eilenburger noch in Schlagdistanz. Doch es wurde noch besser. Durch von Jacob Griehl klug vorgetragene Spielzüge wurde der Rückstand weiter eingedampft. Ein schönes Anspiel von Jakob Jung verwandelte Jonas Windisch zum Ausgleich 11:11. Doch „Le Bleu“ schlug zurück und schaffte mit einem Dreierpack die Vorentscheidung. Endstand 16:12.

Für die Eilenburger bleibt ein unvergessliches Osterwochenende in dem man die (Nord)Sächsische Fahne würdig vertreten hat.

Raik Bauer

SLmJB - 13.04.2019

Mannschaften
SC DHfK II - VfB Eilenburg
Ergebnis
21:20(12:8)
Spieler/Tore

Jakob Jung (4), Yannick Sittner (5), Pascal Rodewald, Jonas Windisch, Nick Werrmann, Max Beyer (8/2), Moritz Zöllner, Ryan Schott, Jacob Griehl (2), Benet Bauer (TW), Martin Remus (1), Kimi Hentzschel

Spielverlauf

Bronzemedaille mit goldenem Glanz

Den Titel Sachsenmeister verpassten die Eilenburger Talente am Samstagmittag nur um Haaresbreite. Mit dem knappsten aller Resultate mussten Sie sich den Körperkulturellen aus der Messestadt geschlagen geben. Frohen Mutes fuhren die Muldestädter zum Auswärtsspiel an die Pleiße. Obwohl von Auswärtsspiel nicht die Rede sein konnte. Über 50 Fans der Eilenburger füllten ein ganzes Zuschauersegment und hatten die Halle stimmungsmäßig voll im Griff. Zum Spiel. Yannick Sittner brachte die Griehl Schützlinge mit einem Kontertor in Führung. Die Leipziger antworteten mit 3 Toren in Folge, 3:1 nach 5 Minuten. Bis zum 7:6 durch Jakob Jung blieben die Eilenburger auch weiterhin in Schlagdistanz. Im Angriff taten sich die Griehl-Schützlinge aber gegen die kompakte Abwehr der Leipziger schwer. Allein Max Beyer gelang es in dieser Phase den Abwehrriegel der Messestädter zu knacken. In der Abwehr vermochten es die Muldestädter nicht, den kleinen Rechtaußen Staffan Peter der Leipziger zu stoppen, der meist sicher verwandelte. So konnten sich die Gastgeber zur Pause mit 12:8 absetzen.

Am Spielverlauf in Halbzeit änderte sich vorerst nichts. Tim Bauer, bester Schütze der Leipziger an diesem Tage, erhöht den Vorsprung in der 31. Minute erstmals auf 6 Tore, 15:9. Doch wer denkt, der Kampfgeist der Jungs vom VfB ist erloschen, der täuscht sich gewaltig. Benet Bauer im Tor gibt den Auftakt. Mehrfach kauft er den Leipzigern in freier Position den Schneid ab. Vorne trifft weiterhin Max Beyer und als dieser manngedeckt wird, übernimmt Jakob Jung dessen Aufgabe. Auch Jacob Griehl fasst sich endlich ein Herz und kann auf 19:17 verkürzen. Beim 19:18 durch Martin Remus haben die Gäste den Anschluss geschafft. Gegenangriff Leipzig. Der DHfK Goalgetter Nr.1 kommt frei am Kreis zum Wurf, Benet hält. Zur Überraschung aller gibt es 7 m für die Leipziger. Der sitzt, wieder 2 Tore hinten. Der nächste Angriff bringt nichts ein, so dass die Eilenburger wieder verteidigen müssen. Nach einem Fangfehler der Hausherren schnappt sich Kimi Hentzschel den Ball. Gellender Pfiff des Unparteiischen. 2 Minuten Strafe für Martin Remus. Warum weiß keiner. Die Eilenburger haben aber weiterhin Ballbesitz und können trotz Unterzahl den Anschluss wieder herstellen. 20:19 und noch 2 ½ Minuten zu spielen. Die Leipziger spielen den Angriff lange aus und erhöhen 40 Sekunden vor Schluss auf 21:19. Max macht den letzten Treffer der Saison, Endstand 21:20.

Nach kurzer Enttäuschung feiern die Jungs ausgelassen mit Ihren Fans. Die Medaille und eine Super Leistung. Die Leipziger, in letzter Minute Sachsenmeister geworden, können sich darüber so gar nicht freuen. Komische Welt.

Raik Bauer

Fazit: Sicher ist die Mannschaft nach Spielabpfiff erstmal enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört ! Man hätte der mit Abstand anspruchsvollsten & sportlich sehr erfolgreichen Saison das „Sahnehäubchen“ aufsetzen können. Leider blieb es unseren jungen Wilden nach harten & fairem Kampf verwehrt, sich selbst die Krone aufzusetzen. Ich, als Trainer, bin unheimlich stolz auf die Mannschaft zu welcher Leistung sie in dieser Saison und auch die letzten Jahre fähig war !!! Wenn man am Ende berücksichtigt, daß das letzte Saisonspiel gegen die SC DHfK über die Endplatzierungen in der Sachsenmeisterschaft entscheidet…wenn am Ende 1-2 Tore über die Plätze 1, 2 oder 3 entscheiden…der VfB Eilenburg inmitten von 4 Leistungszentren ! Hut ab & Mütze runter !!!
Jungs, das war eine „Hammergeile“ Saison mit wenig Tiefen und vielen Höhen – eine wahnsinnig tolle Entwicklung haben unsere Jungs genommen und sind bereit in der kommenden Saison wieder Vollgas zu gehen, um sich evtl. auch mal zu belohnen 😉

Aber jetzt genießen wir erstmal über Ostern unseren „PHC“ in Prag – auf geht’s ;-P

Sven Griehl(TR)

Bronze „Sachsenmeisterschaft“ 2018/19 Danke für Euer’n support – die geilsten Fans der Welt !

BKL Männer - 13.04.2019

Mannschaften
SV Leisnig : VfB Eilenburg
Ergebnis
33:35(17:17)
Spieler/Tore

T. Hentzschel (TOR) – C. Rodler (2), L. Lieder, E. Gebhardt (1), D. Stäter (4), A. Birnbaum (5/1), P. Schmittinger (3), J. Gredig (2), F. Funke, T. Hildebrand, M. Lange (17/3), R. Schmittinger (1)

Spielverlauf

Am vergangenen Spieltag gelang den Eilenburger Handballherren der 4. Auswärtssieg in Folge. Nach Lok Leipzig Mitte III, HSG Rückmarsdorf II und Turbine Leipzig schafften die Muldestädter auch einen Sieg in Leisnig. Beim SV Leisnig 90 erzielten die VfBer ein 33:35.

Beide Teams agierten faktisch ohne Abwehrreihen. Im offenen Schlagabtausch dominierten die besten Torschützen der Mannschaften. So erzielten Leisnigs Goalgetter David Lindner 10 und Oliver Thiel 8 Tore. Bei den Gästen trafen Torschützenkönig Andy Birnbaum 5 und Dan Stäter 4 mal. Der Matchwinner des Spiels war jedoch Mathias Lange. Ihm gelangen sage und schreibe 17 Tore. Sensationell.

Die ambitionierten Leisniger legten los, wie die Feuerwehr. 3:1-Führung. Eilenburgs Offensivturbo hatte noch Startschwierigkeiten und die Gastgeber nutzten die Lücken in der Gästedefensive gezielt aus. Es bedarf die Auszeit nach 14 Spielminuten sowie den Spielstand von 8:5, um den Spielern die bedrohliche Lage zu verdeutlichen. Die Auszeit fruchtete. Mit einem 0:3-Lauf Philipp Schmittinger, Emil Gebhardt und Mathias Lange den Spielstand, 8:8. Der beschriebene offene Schlagabtausch fand seinen Anfang, denn von nun an wog das Spiel hin und her, ohne das die Abwehren Zugriffchancen hatten. Leisnig legte vor und Eilenburg glich aus.

In der 29. Spielminute erzielte Christian Rodler die erste VfB-Führung, das 16:17. Leisnig sicherte den Ausgleich mit dem Halbzeitstand.

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich am Spielverlauf nichts. Ein Team legte vor und die andere Mannschaft glich aus. 18:18, 21:21 und 23:23. Die Spannung setzte sich bis zum Schlußpfiff fort. Beider Teams sorgten für ein unterhaltsames Spiel. Die Intensität und der körperliche Einsatz waren beim Gastgeber und den Gästen gleichermaßen hoch.

Die 40. Spielminute, Andy Birnbaum warf die erste 2-Toreführung, das 23:25. Der VfB konnte legen und baute kurzfristig die Führung aus. Jannes Gredig zum 24:28 für Eilenburg. Nun war die Auszeit der Heimmannschaft gefragt, welche die drohende Niederlage abwenden sollte. Die Trainer schienen ihre Mannschaften so zu orientieren, dass die besten Werfer noch stärkter die Torgelegenheiten der gegnerischen Abwehrformationen ausnutzen sollten. Die nächsten 9 Tore in Folge erzielten nur 2 Spieler. Wechselseitig trafen Oliver Thiel (Leisnig) und Mathias Lange (Eilenburg). Die Gastgeber arbeiteten sich wieder heran und schafften mit dem 29:30 den Anschluß. In dieser Phase bewiesen die Muldestädter ihr Durchhaltevermögen und die Kreativität das Torewerfen wieder auf breite Schultern zu verlagern. Besonders in der 56. Spielminute, als Leisnig zum 32:32 ausglich, hätte das Spiel kippen können. Die Abwehrreihen hatten zu diesem Zeitpunkt nur noch wenig Bedeutung. Jedes Tor konnte der BIG-Point sein. Ein starkes Eins gegen Eins durch Dan Stäter vollendete er zum 32:33. Dann ein sicherer 7-Meterwurf von Andy Birnbaum, wieder war der VfB 2 Tore vor, 32:34. Die Entscheidung! Mit einem geschickten Freilaufen an den Spielkreis kam erneut Dan Stäter frei und erzielte das umjubelte 33:35.

Fazit: In einer Offensivschlacht mit 68 Toren konnten die Eilenburger die entscheidenten Tore markieren. Mathias Lange erzielte dabei überragende 17 Tore. Trotz dieser starken Einzelleistung überzeugten die Gäste mit ihrem Team- sowie Mannschaftsgeist und sehr guter Angriffspower.

Die Saison forderte in diesem Spiel ihren Tribut. Die offensive Abwehrformation konnte sich nicht, wie gewohnt entfalten. Dafür mussten die Eilenburger im Angriff dagegenhalten.

Mit diesem Auswärtserfolg eröffnen die VfBer den Kampf, um den 5. Tabellenplatz. Nach dem schwankenden Saisonverlauf und der Steigerung in der 2. Saisonhälfte wäre diese Platzierung ein versöhnlicher Abschluss. Dafür benötigt das Team am letzten Spieltag gegen TuS Mockau einen Heimerfolg. Der VfB Eilenburg bestreitet dieses Spiel am 27. April, 17.00 Uhr in der Belian-Sporthalle.

Jens Sperling